Sehr zufriedene Teilnehmer und ein dramatisches Finale!
NÜMBRECHT. (chk) Am Wochenende des 10. und 11. Septembers 2011 fand der nunmehr vierte Rollstuhl-Tennis-Cup traditionell beim oberbergischen Tennisclub Blau-Gelb Nümbrecht statt. Parallel dazu richtete die Veranstalterin Regina Isecke wieder ihr Gold-Kraemer-Rollitennis-Kids-Camp aus.
Die Verantwortlichen des TC Blau-Gelb legten wie in jedem Jahr leidenschaftliches Engagement an den Tag und bereiteten das Rolli-Tennis-Wochenende gemeinsam mit Regina Isecke perfekt vor. Die Turnier-Managerin hatte mit Lukas Licher, dem Sohn des Clubvorsitzenden Guido Licher, sowie Oberschiedsrichter Carsten Nothnick und dem Ehepaar Elke und Jürgen Kugler wieder ein schlagkräftiges Team beisammen. Eine professionelle Durchführung des Turniers sowie die Betreuung abseits der Courts und die Bereitstellung der Plätze als solches waren also gewährleistet.
„Wir wollten allen Teilnehmern und deren Angehörigen ein sportlich und gesellschaftlich hochwertiges Wochenende bieten und ich denke, da ist uns wieder einmal bestens gelungen“, freute sich Isecke am Ende der Veranstaltung über die geleistete Arbeit. Diesmal spielte sogar das Wetter mit, zumindest bis zum Finale. „Das Endspiel ist immer der krönende Höhepunkt eines Turniers, schade, dass es nicht möglich war, dieses Match im Freien auszutragen“, bedauerte die ehemalige Weltklasse-Athletin den Schritt in die Halle des lokalen Sport-Parks. Doch der ‚Umzug‘ wurde mit hochklassigem Tennissport belohnt. Der 22jährige Heidelberger Dominik Lust besiegte in einem spannenden Match den fünf Jahre jüngeren Göttinger Toni Dittmar mit 1:6, 7:6, 10:8. „An Dramatik war diese Begegnung nicht zu überbieten“, betont Isecke. „Dominik war natürlich auf Grund seiner Erfahrung der Favorit, aber Toni, der erst seit einem Jahr Rollstuhl-Tennis spielt, hat gezeigt, dass er noch eine große sportliche Zukunft vor sich hat!“ Keine Geringere als Regina Isecke selber hatte Toni Dittmars Talent 2010 in der UniReha Köln entdeckt und ihn zum intensiven Tennisspiel animiert. Mit Lisa Hentig und Max Winter nahmen zwei weitere hoffnungsvolle Talente aus Iseckes ‚Kölner Projekt‘, welches sie vor circa drei Jahren aus der Taufe gehoben hat, am Nümbrechter Breitensportturnier teil. Max Winter krönte die vielen Trainingsmühen und sicherte sich die Titel in der Nebenrunde sowie in der Einsteigerklasse. Dominik Lust konnte sich am Ende sogar das Double sichern. An der Seite von Lokalmatador Frank Scharrenbach (Neueinsteiger aus Nümbrecht) siegte der Heidelberger gegen Max Winter und Toni Dittmar mit 12:10 und 11:9.
Neben den sportlichen Duellen der ‚Großen‘ beim Breitensportturnier gibt es seit zwei Jahren in Nümbrecht auch das Gold-Kraemer-Rollitennis-Kids-Camp für die ‚Kleinen‘ – in diesem Jahr erstmalig auch mit sportlicher Wettbewerbsnote. Neben den zahlreichen Trainingseinheiten, die von Trainer Filip Adelmann und Tine Fehr geleitet wurden, veranstaltete Regina Isecke ein Miniturnier. Hier eiferten die Kids den Großen nach. Und auch wenn ansonsten jeder auf das gewichte Wort der Initiatorin hört, so wollten die Kleinen das Kommando ‚Pause‘ einfach nicht verstehen. „Motiviert und einfach nicht platt zu kriegen“, urteilte die einstige Weltranglisten-Dritte. Trainer Adelmann unterbrach für diese Veranstaltung sein Auslandssemester in Spanien und wurde tatkräftig unterstützt vom Verein Rollitennis e.V..
Am Ende durfte die Schirmherrin des Nümbrechter Rollitennis-Events, die stellvertretende Oberbürgermeisterin der Gemeinde Nümbrecht, Elke Holländer-Pracejus, den glücklichen Siegern und Teilnehmern die Ehrenpreise überreichen. Den Ehrenpokal der Gemeinde Nümbrecht erhielt der Sieger der Einzelkonkurrenz, Dominik Lust aus Heidelberg. Iseckes Dank richtete sich an die Partner und Sponsoren, die das Wochenende überhaupt erst möglich gemacht haben, allen voran UPS und die Gemeindewerke Nümbrecht. Am Ende ging niemand leer aus. Als in der Spielerresidenz ‚Parkhotel Nümbrecht ausgecheckt wurde, hatte jeder neben zahlreichen Sach- und Ehrenpreisen auch eine Menge Erfahrung, Motivation und Freude im Gepäck.
Regina Isecke, seit 2011 auch seit kurzem Sport-Koordinatorin der Gold-Kraemer-Stiftung und zuständig für Auf- und Ausbau bestehender und neuer Sportprojekte für Menschen mit Behinderung, blickt nach vorne und will noch viel bewegen. „Es muss unser Bestreben sein, gezielte Nachwuchsförderung zu betreiben und nach und nach immer mehr Kinder und Jugendliche, und auch Breitensportler für den Tennissport zu begeistern. Es gibt noch viel zu tun!“
mit den besten grüßen,
christoph kellermann
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